Toutes les langues de ce monde
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Toutes les langues de ce monde
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Alle Sprachen dieser Welt
Aufgewachsen bin ich mit einem süddeutsch eingefärbten Hochdeutsch. Meine ersten Erfahrungen mit der englischen Sprache machte ich mit 8 oder 9. Unsere Familie besuchte damals ab und zu eine amerikanische Soldatenfamilie, und eines der Mädchen wollte mit mir auf dem Speicher spielen, deutete die Treppe rauf und rief dabei: "Kamm, Kamm". Dabei meinte sie, wie ich erst in der fünften Klasse erfahren habe, keinen Frisiersalon. Dafür geht mir heute aber auch das "th" mühelos über die Lippen.
Es folgten Latein (unser Lehrer konnte so wunderschön ergreifend den Horaz vortragen) und Französisch. Meine Eltern schickten mich damals auf einen Schüleraustausch nach Südfrankreich, obwohl ich noch gar kein Französisch konnte. Da lernte ich, dass man "sept" ohne das "p" ausspricht, was sich bis heute als nützlich erwiesen hat.
In der Fabrik (Calgon abfüllen, was auch sonst) lernte ich dann endlich doch noch unseren Dialekt und auch ein wenig Türkisch (ich denke noch gerne an das Duschen nach der Arbeit...).
Auf Urlaub lernte ich dann Italienisch (dank Ramazzotti auch die Wörter, die in keinem Wörterbuch stehen), an der Uni später ein wenig Chinesisch (Konfuzius und Laozi), in Dänemark, wie soll es auch anders sein, Dänisch (habe sogar ein Lied komponiert, das ging so: "Jeg spiser smørbrød med chocolade". Ein dummes Lied, muss ich zugeben. Aber es hat Spaß gemacht.
Es folgten Hebräisch in Israel, ein wenig Nederlands in Amsterdam, Esperanto, Suaheli, Serbisch und Griechisch. Arabisch habe ich angefangen an der Volkshochschule lernen, aber ich bin vorher immer bei einem Freund vorbeigeschneit, und da gab es dann immer Miràcoli zu Essen; und irgendwann gab es dann nur noch Miràcoli. Im Rückblick kann ich sagen, ich habe Arabisch für billige Nudeln sausen lassen.
Russisch wollte ich ja immer schon lernen, aber da traf ich doch diesen amerikanischen Professor, und der meinte, es sei wahrscheinlich effektiver, zum hinduistischen Glauben überzutreten und zu beten, als Russe wiedergeboren zu werden...
Zur Zeit lerne ich, dem amerikanischen Dialekt aus dem Wege zu gehen, was aber nicht leicht ist, wenn man in Amerika wohnt. Meine Freunde sagen, mein Englisch klinge wie eine Mischung aus Queen, Kissinger und ein ganz klein wenig Napoléon.
An Ebonics habe ich mich auch versucht. Hatte dabei auch, sagen wir, liebevolle Hilfe. Ich befürchte allerdings dass mir als Deutscher dazu der Rhythmus fehlte, denn die Leute lachen mich aus, wenn ich es versuche.
Nachdem mein Französisch wieder auf dem Stand vor meiner Auswanderung angelangt ist (schokran, ya Fathia) widme ich mich zur Zeit wieder dem Arabischen. Habe mir einen Kurs auf CD gekauft, und der stand monatelang bei mir auf dem Schreibtisch und sah gut aus. Bis ich ihn an eine Freundin verschenkt habe.
Seit einigen Jahren schon gehe ich regelmäßig nach Spanien, genauer gesagt, nach Katalonien. Und das ist gut so, denn ich kriege es partout nicht hin, Kastillianisch zu lernen. Das Gute: Katalanisch ist fast wie Französisch, und außerdem sind die Katalanen als Zweisprachler anscheinend wunderbar in der Lage, mein Kauderwelsch aus Italienisch, Französisch und rudimentär-Spanisch zu verstehen. Also alles paletti.
All languages of this world
I grew up speaking proper German with a slight Southern German accent. When I was eight or nine, I had my first encounter with the English language beacause our family used to visit an American soldier family, and one of their girls used to play with me in the attic. When she called me from above she said: "Come, come" (which is pronounced like the German word for comb). Only in fifth grade (when I was finally taught proper English) have I stopped wondering why we never played beauty salon in the attic. But my TH never sounded like an S in the years to follow.
After Englich there was Latin (our teacher used to recite Horatio in a heartwarming way) and French. At 14, my parents sent me on a student exchange to the South of France well knowing that I would start my first French class only a few months later. This is when I learned to pronounce the word "sept" without the "p", which has proven to be helpful to this very day.
Working in a local factory (packaging Calgon, what else) I started to get a glimpse at our own dialect and a little Turkish (I still fondly remember the showers after work).
In the holidays I learned Italian (thanks to Eros Ramazzotti I learned the words that you find in no dictionary). At the university I learned a little Chinese (Confucius and Laozi). In Denmark I learned Danish (what else, duh). I even composed a song that went: "Jeg spiser smørbrød med chocolade". A very cheesy song, I must admit, but it was fun.
In the following I became acquainted with Hebrew in Israel, a little Nederlands in Amsterdam, Esperanto, Suahili, Serb and Greek. I even started to take Arabic lessons at the local evening school. But unfortunately for my Arabic, I always saw a friend before each class and we would eat Miràcoli spaghetti. And I got so much used to these Miràcoli that I went to class less and less often. Thus, I daresay that I abandoned Arabic for cheap noodles.
And then there was Russian. Oh, how much I wanted to learn this beautiful language. But then I met an American professor who advised me that it is probably more effective to convert to Hinduism first and then pray to be reborn as a Russian...
More recently, I learn how to avoid the American way of speaking. Which is not easy considering that I live in the States. My friends say my English sounds like a mixture between the Queen of London, Kissinger and a tiny little bit of Napoleon.
I also tried Ebonics, with the loving help of a very dear friend. However I fear that - as a German - I simply lack the basic body feeling because people just laugh at me when I try.
Now that my French has finally reached the level it used to have before I emmigrated (shokran, ya Fathia), I am now turning my attention to Arabic again. Bought a language learning CD. And it has been sitting on my desk now for months, getting prettier every day. Until I gave it to a friend, that is.
For several years now I have been visiting Spain, or more precisely, Catalonia. And that is good because in spite of all efforts, I am unable to brush up on my poor Castilian. The good thing is: Catalan is almost like French. And the Catalonians are all bilingual and seemingly able to understand my mish-mash of French, Italian and rudimentary Spanisch. So nothing’s rotten in the State of Barça.